DAV HD | © DAV HD

Freeriden am Arlberg

13.01.2026

Als Freeriden dt. Fahren im freien Gelände bzw. Variantenfahren, auch Backcountry und off-piste-Fahren, wird das Skifahren und Snowboarden durch unberührten Schnee abseits der markierten und kontrollierten Skipisten in Bergregionen bezeichnet.

Unter diesem Motto trafen sich je 5 Teilnehmer unserer Sektion vom 13. Januar bis zum 17. Januar und vom 17. Januar bis zum 21. Januar am Arlberg.
„Stanton“ wirbt mit ultimativer Freiheit des Tiefschneefahrens in einer atemberaubenden Winterlandschaft, die von unberührten Hängen und spektakulären Abfahrten geprägt ist. „Tauchen Sie ein in das weiße Vergnügen und entdecken Sie das unvergleichliche Gefühl von grenzenlosem Skivergnügen im frischen Pulverschnee.“
Ganz so kam es nicht, weil uns der Lawinenlagebericht am zweiten und dritten Tag mit einer Warnstufe 4 ermahnte, große Vorsicht walten und unverspurte Hänge links liegen zu lassen. Wir machten uns morgens kurz nach 8 auf, nahmen den kostenlosen Skibus von Flirsch nach St. Anton und standen kurz vor der ersten Gondelfahrt in einer überschaubaren Schlange. Die erste und manchmal auch die zweite Stunde suchten wir uns geeignete und sehr leere Pisten aus, um an der Skitechnik zu feilen: Keine Rücklage, Entlastung in die neue Fahrtrichtung, Skistellung hüftbreit, Schrittstellung beachten, Oberkörper ruhig lassen, mittellange Radien, Kurzschwünge und einiges mehr waren die Ansagen, die es umzusetzen galt. Selbst Spitzkehren standen mal wieder auf der Liste !
Danach suchten wir uns geeignete Varianten, um nun dasselbe im Gelände zu beachten, ganz so, wie wir es bei der Abfahrt nach der Skitour kennen.
Wir hatten zwar alle eine volle Tourenausrüstung dabei, aber der Arlberg bietet so viele Varianten an, dass wir die Felle nicht brauchten und möglichst viele Abfahrtskilometer sammeln konnten. Eben das intensiv üben, was bei uns Tourengehern oft zu kurz kommt. 
Wenn die Variante mal zu schwierig schien, fuhren 2 Teilnehmer einfach die Piste runter und wir trafen uns nach einigen Minuten wieder auf der nächsten Variante.

Ab dem vierten Tag sank die Lawinenwarnstufe zwar auf 3, aber die Sicherheit sollte ganz oben stehen und das Kleingedruckte mahnte, dass der Altschnee sich nicht mit den letzten Schneefällen verbunden hatte und damit viele Gefahrenstellen nur sehr schwer zu erkennen sind. 
Wir nutzten die Skitage so gut es ging und nahmen oft einen der letzten Lifte für die finale Abfahrt.
Unser Hotel in Flirsch hielt einen Wellnessbereich mit Sauna und Dampfbad bereit, bevor es an das Mehrgängemenü ging. 
Am 17. Januar, dem Wechseltag, waren alle 10 Teilnehmer zusammen auf der Piste und im Gelände unterwegs. Da fuhren wir eine Variante, die es in sich hatte. Der Schnee war schwer, die Abfahrt steil, wir waren froh, als die nächste Gondel auftauchte.
Die zweite Gruppe beendete den letzten Tag mit einer Auffahrt auf den Rüfikopf in Lech und einer Skitour über die Stuttgarter Hütte zurück nach Zürs, wo wir die Autos für die Rückfahrt geparkt hatten.
Der Tenor war eindeutig: Es gibt viel zu verbessern, aber bitte alles mit viel Spaß und bei tollem Sonnenschein und…. Nächstes Jahr wieder.

Herbert