Um schließlich das Kölner Haus und die Ascher Hütte für Hüttenwanderer über die Idalpe und Heidelberger Hütte an das Netz der Silvrettahütten anzuschließen, erbauten die Kölner 1974 die Hexenseehütte auf 2.588 müM m Masnergebiet; eingebettet in einem reizvollen Bergkessel unterhalb des Hexenkopf (3.035 müM) mit traumhafter Aussicht und toller Bergkulisse im Süden. Hierbei handelt es sich auch um die letzte vom Deutschen Alpenverein im Alpenraum gebaute Hütte, denn der Alpenverein betrachtete die Erschließung der Alpen als abgeschlossen. Ursprünglich als Selbstversorgerhütte konzipiert, betreut der Hüttenwirt des Kölner Haus die Hexenseehütte und freiwilligen Helfer*innen der Sektion warten sie im Sommer. Im Winter belegt die Seilbahngesellschaft die Hütte und übernimmt auch die Bewirtung der Skifahrer.
Somit feierte am 1. September 2024 die jüngste DAV Hütte in den Alpen mit über 100 Gästen bei spätsommerlichem Wetter das runde Jubiläum von 50 Jahren. Pünktlich um 12 Uhr eröffnete Pfarrer Willi Pfurtscheller aus Serfaus die Feierlichkeiten mit einem Berggottesdienst, den ein Musikant mit andächtigen und heimatlichen Klängen auf seiner Handorgel umrahmte. Die Ansprachen von Kalle Kubatschka (1. Vorsitzender DAV Sektion Rheinland-Köln), Paul Greiter (Bürgermeister der Gemeinde Serfaus und Beiratsvorsitzender der Seilbahn Komperdell) und Franz Althaler (Hüttenwirt Kölner Haus 1991 - 2013) skizzierten mit persönlichen Worten die bewegten 50 Jahre der Hexenseehütte, die komplette Zerstörung durch den Brand im Februar 1994 und den zügigen Wiederaufbau. Anschließend folgte der gesellige Teil der Feier mit Speis & Trank und Musik auf der großen Terrasse mit prächtigem Panorama. Als der leicht herbstliche Regen auf den Hexenkessle prasselte, verschob sich die Feier in die gemütliche Stube der Hütte.